10.09.2010 12:14

ANWR Motor für vernetzte Branche

Umsetzungsphase für integrierte Handelsprozesse beginnt


Mit Nachdruck arbeitet die ANWR Gruppe an der Vernetzung der Branchen
Schuhe und Sport. Das Projekt ‚Integrierte Handelsprozesse‘ geht nach der
Auswahl der Dienstleistungspartner nun in die Umsetzungsphase.

Nach dem in den vergangenen Monaten klar wurde, dass die kurzfristige
Umsetzung einer einheitlichen Warenwirtschaft und eines einheitlichen
Clearing Center den Prozess zeitlich hemmen würde, hat sich die ANWR
Gruppe für eine Lösung stark gemacht, in der die wesentlichen Partner im
Handel, in der Industrie und bei den IT-Dienstleistern optimal miteinander
vernetzt werden.

Wettbewerb der besten Warenwirtschafts-Systeme

Im Bereich der Warenwirtschaft ist die Entscheidung nach einem sorgfältig
und äußerst fairen Auswahlverfahren für die EBG-Data mit ihrem
Warenwirtschaft-System gefallen. Unter dem Produktnamen IPOS wird die
EBG-Data mit Christian Braun und Barbara Dorfner an der Spitze eine
standardisierte Warenwirtschaft für kleinere Händler anbieten. Diese stellen
den ‚großen Bauch‘ der Händler in der ANWR Gruppe dar, und zwar über
alle Verbundgruppen ANWR, GARANT und REXOR hinweg. Gerade für
diese Händler geht es im Bereich der Warenwirtschaft um die einfache
Handhabung und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Anders sieht es da bei den modulareren Händlern aus, die mit mehreren
Filialen im Markt agieren. Sie benötigen deutlich leistungsfähigere Systeme,
die in der Lage sind, individuelle Anforderungen und komplexere Prozesse
bestmöglich abzubilden. Auch hier ist eine Entscheidung gefallen, und zwar
für die Anbieter Höltl und ETOS. Mit Höltl und ETOS hat die ANWR Gruppe
einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der die Art und Weise der
künftigen Zusammenarbeit definiert.

Branche möglichst schnell vernetzen

Im Bereich des Daten-Clearings wird es zukünftig einen engen Austausch
zwischen dem European Clearing Center (ECC) und der ANWR geben. Die
ANWR behält ihre Beteiligung am ECC, wird aber auch das eigene System,
an das insbesondere das Warenwirtschafts-System IPOS angedockt wird,
konsequent ausbauen.

Ziel ist es, die Branche möglichst schnell und möglichst effizient miteinander
zu vernetzen. Vor diesem Hintergrund will die ANWR Gruppe auch nicht
darauf warten, dass sich ein einheitlicher Datenstandard in der gesamten
Schuhbranche durchsetzt. Stattdessen schafft die ANWR über die Investition
in geeignete Technologien zusätzliche Konvertierungsmöglichkeiten, die den
reibungslosen Datenaustausch ermöglichen. Aktuell baut die ANWR Gruppe
ihre eigenen Kapazitäten deutlich aus, um den Gesamtprozess zu
beschleunigen. Allein in den Bereichen Entwicklung/Programmierung und
Sicherung der Datenqualität steht zum Start eine hochqualifizierte
Mannschaft mit neun Mitarbeitern bereit.

Für Günter Althaus, den Vorstandsvorsitzenden der ANWR Gruppe,
sind integrierte Handelsprozesse Chefsache, und zwar sowohl im Handel als
auch in der Industrie. So will er zusätzlich zu den Konditionen auch die
Datenbereitstellung zum zentralen Bestandteil der Vereinbarungen mit der
Industrie machen und sieht sie auch als Vertragsgegenstand zukünftiger
Zentralregulierungsabkommen. Dabei geht es ihm bei der Umsetzung des
Konzeptes nicht um zwangsweise Vereinheitlichung oder um Datenhoheit!

„Uns geht es in allererster Linie um Konnektivität, das heißt die
Bereitstellung elektronischer Order- und Verwaltungsprozesse für Industrie
und Handel. Wir müssen den Vorsprung des Textilbereiches und großer
vertikaler Systeme aufholen. Dafür setzt sich die ANWR Gruppe mit voller
Kraft ein – als Partner von Industrie und Handel.“